Ein Klassiker der deutschen Literatur virtuell: Mit „Goethe VR“ hat die Deutsche Nationalbibliothek Goethes Faust I und II vom Buch auf die VR-Brille gebracht. Jetzt ist sie an der Universitätsbibliothek Leipzig zu Gast im Rahmen der Sonderausstellung "Dichterikone. GOETHE sammeln, erforschen, verehren, vermitteln" in der Bibliotheca Albertina. Als interaktive Virtual Reality Experience ist eines der bekanntesten literarischen Werke in sieben interaktiven Szenen völlig neu erlebbar: Nutzer*innen sind aktiv in die Erzählung eingebunden: Sie unterzeichnen den Pakt mit Mephisto, reisen in die Hexenküche, treffen Gretchen und suchen des Pudels Kern. „Goethe VR“ ist in neun Sprachen verfügbar, u. a. in Englisch, Französisch, Russisch, Tschechisch, Türkisch und Indonesisch.
Die VR-Experience kann kostenlos gespielt werden (Spieldauer: ca. 15–20 Min.), eine Anmeldung ist erforderlich: pretix.eu/dnb/dbsm/
Weitere Infos: dnb.de/goethevr
Eine Produktion von ZDF digital in Kooperation mit dem Deutschen Buch- und Schritmuseum der Deutschen Nationalbibliothek und den Goethe-Instituten.
Dichterikone. GOETHE sammeln, erforschen, verehren, vermitteln
Vom 7. November 2025 bis 1. Februar 2026 im Ausstellungsraum der Bibliotheca Albertina, täglich von 10 bis 18 Uhr, Do–So bis 21 Uhr, Eintritt frei
Das Sammeln von Objekten, die zum Leben und Werk eines Schriftstellers gehören, vor allem von Autographen und wertvollen Drucken, entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer Praxis bürgerlicher Kultur. Goethe nahm dabei eine Sonderstellung ein, er avancierte nach der Reichsgründung 1871 zum Nationaldichter der Deutschen.
Das 100. Gründungsjubiläum der Leipziger Goethe-Gesellschaft bietet eine Gelegenheit, den Zusammenhängen zwischen den wertvollen Goetheana-Beständen in der Universitätsbibliothek Leipzig und den Forschungs-, Editions- und Sammelpraktiken in ihren jeweiligen Kontexten nachzugehen. Weitgehend unbekannt ist, dass Leipzig ein Zentrum des Autographenhandels wurde, der sich als Zweig des Antiquariats professionalisierte. Ebenso lassen sich Fragen zu aktuellen Formen der Auseinandersetzung mit Werk und Nachlass von Schriftstellern stellen. Was bedeuten sie für ihre Sammler, was sagt das Sammeln über den Stellenwert von Literatur aus? Warum und wann wird zu bestimmten Autoren und Autorinnen gesammelt – regional, überregional, transnational? Und was leisten literarische Gesellschaften?
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Leipziger Goethe-Gesellschaft e. V. und zeigt unter anderem Leihgaben aus dem Sächsischen Staatsarchiv und der Kustodie der Universität Leipzig.
2. Dezember 2025, 10–18 Uhr Foyer | Anmeldung: pretix.eu
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