Herstellung, Verbreitung, Aufbewahrung und Erschließung von Büchern haben in Leipzig eine bis ins Mittelalter zurückreichende Tradition. Ihren Höhepunkt erlebte die weltweit einzigartige "Buchstadt" im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In der Blütezeit konzentrierte sich in Leipzig eine überwältigende Fülle an Unternehmen aller Größen und Spezialisierungen in den Bereichen des Buchhandels und Verlagswesens, des Musikalien-, Landkarten- und Antiquariatsbuchhandels, des Buchdrucks und der Buchbinderei, des buchgewerblichen Maschinenbaues, des Papierhandels, des buchgewerblichen Ausbildungs- und Ausstellungswesens und der Bibliotheken und schließlich des buchgewerblichen Vereinswesens der Unternehmer wie der Arbeiter und Angestellten. Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs, die deutsche Teilung und die Verwerfungen des Vereinigungsprozesses beendeten diese Entwicklung. Heute besitzt das Leipziger Buchwesen nur noch eine regionale bzw. (mit Blick auf die Buchmesse) eine nationale Bedeutung.
14. November 2025, 16–21 Uhr und 15. November 2025, 9–18 Uhr Vortragssaal | Programm: Leipziger Geschichtsverein e. V. |
