Übersetzte Religion. Im Dickicht der wahren Worte

8. Oktober 2021–13. Februar 2022 im Ausstellungsraum der Bibliotheca Albertina

Ein Pergamentstreifen mit Gebeten für einen mehrprachigen Gottesdienst aus Ägypten, eine mittelalterliche Handschrift mit Worterklärungen zur Bibel auf Altfranzöisich in hebräischer Schrift und ein arabischsprachiges Wörterbuch eines shiitischen Gelehrten des 10. Jahrhunderts, der in religiöser und geheimer Mission unterwegs war: Religionsgeschichte ist immer auch Übersetzungsgeschichte.

Besondere Schriftstücke aus der Universitätsbibliothek Leipzig geben Auskunft über das Bemühen, die eigene Religion und die Religion der anderen sprachlich und in Bildern verständlich zu machen. Der Austausch im Miteinander, aber auch im Gegeneinander, findet seinen Niederschlag nicht nur in den prachtvoll gestalteten Büchern europäischer Missionare über die Religionen des Nahen und Fernen Ostens.

Die Geschichte der Suche nach Urtexten der Bibel ist ebenso Thema der Ausstellung wie der Einfluss der wissenschaftlichen Übersetzung auf die Religion, etwa auf das Yezidentum aus dem Irak. Die Ausstellung zeigt Beispiele für das Übersetzen als Arbeit am religiösen Text aus zwei Jahrtausenden.

Laufzeit

Die Ausstellungseröffnung findet am 7. Oktober 2021 um 18 Uhr in der Bibliotheca Albertina statt. Die Ausstellung kann vom 8. Oktober 2021 bis 13. Februar 2022 täglich von 10 bis 18 Uhr im Ausstellungsraum der Bibliotheca Albertina besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Realisierung

Kuratorin: Dr. Katja Triplett
Ausstellungsgestaltung: Carla Selva und Paul Zech
Öffentlichkeitsarbeit: Caroline Bergter
Realisierung: Olaf Mokansky (Digitalisierung UBL), Jörg Graf, Fanny Barthold, Anna Wypych und Friedrun Thomschke (Restaurierungswerkstatt UBL)